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Software und KI bei ALMEX: Intelligente Systeme im Build-to-Run-Prozess

Software und KI werden für moderne Automaten- und Systemlösungen immer wichtiger. ALMEX nutzt digitale Technologien, um Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten, Systeme intelligenter zu machen und Lösungen im Rahmen des Build-to-Run-Ansatzes langfristig zuverlässig betreibbar zu entwickeln.
Software und KI bei ALMEX – Codezeilen

Ohne Software wäre ein Automat letztlich nur Metall und Plastik. Gerade bei modernen Automaten- und Systemlösungen ist Software ein wichtiger Bestandteil, der neben der direkt sichtbaren Hardware oft zu wenig Beachtung findet. Dabei wirkt sie häufig im Hintergrund, entscheidet aber maßgeblich darüber, ob ein System im Alltag zuverlässig und vernetzt bleibt. Ob Benutzeroberfläche, Zahlungsabwicklung oder spätere Wartung: Viele zentrale Funktionen moderner Systeme entstehen erst durch das Zusammenspiel von Hardware und Software.

Mit der zunehmenden Entwicklung künstlicher Intelligenz erweitern sich auch die Möglichkeiten in der Entwicklung und im Betrieb technischer Systeme. KI kann Entwicklungsprozesse beschleunigen, Anforderungen strukturieren, Fehleranalysen unterstützen und perspektivisch neue Formen der Interaktion zwischen Mensch und Maschine ermöglichen. Künstlicher Intelligenz kommt damit sowohl in der Entwicklung als auch in möglichen Produktanwendungen eine zunehmend wichtige Rolle zu. Gleichzeitig stellt ihr Einsatz aber auch hohe Anforderungen an Qualität, Sicherheit, Datenschutz und technische Kontrolle.

Im Rahmen des Build-to-Run-Ansatzes, der den ganzheitlichen Prozess von Consulting über Engineering und Manufacturing bis hin zu Services im späteren Betrieb beschreibt, betrachtet ALMEX Software und KI als festen Bestandteil ganzheitlicher Systementwicklung. Von der Anforderungsanalyse bis zum späteren Betrieb müssen digitale Funktionen so gedacht werden, dass sie zuverlässig, kontrollierbar und praxistauglich bleiben. Welche Rolle Software und KI dabei im Detail spielen und welche Möglichkeiten sich daraus für digitale Lösungen im ÖPNV ergeben, zeigt dieser Beitrag.

Warum Software die Grundlage moderner Systemlösungen ist

Erst durch Software werden viele Funktionen ermöglicht, die später im Betrieb wie selbstverständlich wirken. Benutzeroberflächen müssen intuitiv funktionieren, alle Module müssen nahtlos zusammenspielen und Schnittstellen zu externen Systemen zuverlässig funktionieren. Gerade im ÖPNV sind diese Anforderungen besonders vielfältig. Verkaufssysteme müssen unterschiedliche Tarifstrukturen, Zahlungsmethoden, Backend-Systeme und Kundenvorgaben berücksichtigen, hinzu kommen Anforderungen an die Barrierefreiheit, Datensicherheit und Wartbarkeit. Software ist damit nicht nur ein technisches Detail, sondern eine zentrale Systemgrundlage für digitale Anwendungen im ÖPNV.

Für ALMEX bedeutet das: Hardware, Schnittstellen und spätere Serviceprozesse müssen bereits in der Konzeptions- und Engineering-Phase mitgedacht werden, um sinnvoll miteinander verknüpft werden zu können.

KI als Werkzeug in der Softwareentwicklung

Neben ihren zahlreichen weiteren Einsatzbereichen gewinnt künstliche Intelligenz auch im Software-Entwicklungsalltag zunehmend an Bedeutung. Hier wird KI als zusätzliches Werkzeug eingesetzt, das einzelne Arbeitsschritte effizienter gestaltet. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung bei der Fehlersuche, der Analyse von Code und der Erstellung technischer Dokumentation. Auch in vorgelagerten Prozessen kann KI unterstützen, etwa bei der Analyse von Anforderungen oder dem Auswerten von Ausschreibungen. Dies kann gerade bei kundenspezifischen Projekten relevant sein, da hier oft komplexe und umfangreiche Anforderungen vorliegen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Informationen schneller zu erfassen und aufzubereiten.

Gleichzeitig bleibt ihr Einsatz klar begrenzt: KI-Output kann plausibel wirken, aber trotzdem fachlich falsch sein. Deshalb werden Ergebnisse niemals ungeprüft übernommen, sondern durch erfahrene Entwickler bewertet, getestet und in bestehende Prozesse eingeordnet. Die fachliche Bewertung und finale Entscheidung bleiben vollständig beim Entwicklungsteam.

KI in Produkten und Kundenlösungen

Neben der internen Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Softwareentwicklung eröffnet KI auch neue Möglichkeiten für Produkte und Kundenlösungen. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist ein in den Ticketautomaten integrierter KI-gestützter Travel Assistant. Während eine einfache Sprachsteuerung vor allem vorab definierte Befehle erkennt, geht der intelligente Assistent einen Schritt weiter: Er versucht, die Absicht hinter einer Anfrage zu verstehen und fehlende Informationen gezielt zu erfragen. Ein klassisches System könnte mit Aussagen wie „Ich möchte heute Abend essen gehen“ nicht viel anfangen, weil keine eindeutige Zielhaltestelle genannt wurde. Ein KI-gestützter Assistent kann dagegen intelligente Rückfragen stellen, wie beispielsweise: Welche Art von Restaurant suchen Sie? In welcher Gegend soll es liegen? Wann möchten Sie dort sein? Fährt noch eine weitere Person mit? Auf Grundlage dieser Informationen kann das System eine passende Verbindung suchen, die richtige Tarifoption wählen und das Ticket in den Warenkorb legen.

In der Praxis können diese Möglichkeiten dazu beitragen, Bedienabläufe für Fahrgäste im ÖPNV zu vereinfachen und Serviceprozesse zu entlasten. Der Automat würde dadurch stärker zu einem digitalen Serviceassistenten, welcher Fahrgäste auch bei komplexen Fragen und individuell unterstützt. Gerade im ÖPNV kann das hilfreich sein, da nicht jeder Fahrgast Tarifzonen, Haltestellen oder Ticketoptionen genau kennt. Erklärungsbedarfe der Fahrgäste könnten hier direkt am Automaten aufgegriffen werden.

Derartige KI-Systeme müssen jedoch sorgfältig entwickelt werden. Ein KI-Demonstrator auf einer Messe ist etwas anderes als ein frei zugängliches System im täglichen Betrieb. Im späteren Einsatz müssen unter anderem Datenschutz, regulatorische Vorgaben, Kosten-Nutzen-Fragen und technische Grenzen berücksichtigt werden – für ALMEX liegt das Potenzial aus diesem Grund nicht nur in der KI-Funktion an sich, sondern in der kontrollierten Integration in praxistaugliche und langfristig betreibbare Systeme.

ALMEXA – der ALMEX-eigene KI-Assistent
Das ALMEX-eigene KI-System „ALMEXA“ integriert in einen Fahrkartenautomaten

Fazit: Software und KI als Bausteine zukunftsfähiger Systeme

Die Software ist heute ein zentraler Bestandteil jeder modernen Automaten- und Systemlösung. Sie verbindet Hardwarekomponenten zu einem funktionierenden Gesamtsystems und ermöglicht Bedienung, Datenverarbeitung und Serviceprozesse. Künstliche Intelligenz erweitert diese Möglichkeiten: KI kann einerseits Entwicklungsprozesse von Software beschleunigen und andererseits perspektivisch neue Formen der Interaktion zwischen Mensch und Maschine ermöglichen.

Im Rahmen des Build-to-Run-Ansatzes verbindet ALMEX deshalb Softwarekompetenz mit KI-gestützter Entwicklung, sodass Lösungen entstehen, die gleichermaßen technisch innovativ sowie langfristig zuverlässig betreibbar sind.